Besichtigung der Battonnhöfe in Frankfurt am Main

Die Frankfurter Battonnhöfe werden seit 2021 in vier Bauabschnitten generalsaniert und modernisiert. THOST begleitet das Vorhaben als Projektsteuerer. Die Sanierungsmaßnahmen reichen von der Erneuerung der Dächer und Fenster über Dämmarbeiten bis hin zur Modernisierung von Wasserleitungen, Elektrotechnik, Bädern und Heiztechnik.
Gemeinsam mit dem Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V., Region Rhein-Main, führte THOST die Teilnehmenden durch verschiedene Bauabschnitte. So konnten sie das Projekt vor Ort kennenlernen und sich über die Herausforderungen innerstädtischer Wohnquartiere austauschen. Unsere Kolleg*innen Roland Gehron, Lisa-Carina Nern, Natalia Vidovic und Bettina Maecker gaben dabei fachliche Einblicke.
Die Battonnhöfe umfassen elf Wohngebäude mit rund 15.225 m² Bruttogrundfläche. Unterschiedliche Baualtersklassen und denkmalgeschützte Fassadenelemente erhöhen dabei die Anforderungen an Planung und Ausführung.
Die Gestaltung des Ensembles greift Elemente der Nachkriegsmoderne auf und interpretiert sie neu. Ein differenziertes Farbkonzept für die Häuser und der begrünte Innenhof tragen dazu bei, die Battonnhöfe als lebenswertes Quartier weiterzuentwickeln und Raum für Begegnung über alle Altersgruppen hinweg zu schaffen.
Eine besondere Herausforderung ist, dass die Generalsanierung im bewohnten Bestand stattfindet. Für die Bauzeit ziehen Mietende in andere Wohnungen innerhalb des Ensembles um und kehren anschließend in ihre sanierten Wohnungen zurück. Möglich wird dieses Vorgehen durch ein gezielt entwickeltes Leerstands- und Interimswohnungskonzept.
Damit werden neben Kosten, Terminen und Qualitäten auch Umzüge, Übergaben und Rückkehrtermine zu festen Bestandteilen der Projektsteuerung. THOST verbindet dafür die Projektsteuerung nach AHO und die Bauherrenvertretung mit kontinuierlicher Bauherrenunterstützung sowie Umzugs- und Mietermanagement.
Die Besichtigung hat gezeigt, dass energetische Modernisierung im bewohnten Bestand sowohl eine technische als auch eine soziale Aufgabe ist. Damit sie gelingt, müssen Bauablauf, Interimslogik und die Kommunikation mit den Mietenden gemeinsam geplant und gesteuert werden.